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README – Sicherung von WireGuard-, NetworkManager- und APT-Konfiguration
Dieses Skript sichert Konfigurationen aus /etc/wireguard, /etc/NetworkManager/system-connections sowie die APT-Quellen und Schlüsseldateien in zeitgestempelten Snapshots mit rsync und --link-dest.[cite:118][cite:131][cite:141] Dadurch entsteht eine nachvollziehbare Historie, während unveränderte Dateien zwischen den Snapshots per Hardlink wiederverwendet werden.[cite:34][cite:92]
Zweck
Das Skript ist für die Sicherung sensibler System- und Netzwerk-Konfigurationen gedacht, insbesondere von WireGuard-Tunneln, persistenten NetworkManager-Profilen sowie der Paketquellen-Konfiguration inklusive zusätzlicher Repositories und PPAs.[cite:131][cite:130][cite:135] Auch die zugehörigen Keyring-Dateien werden mitgesichert, damit Paketquellen bei einer Wiederherstellung wieder korrekt verifiziert werden können.[cite:141][cite:147]
Gesicherte Quellen
| Quelle | Inhalt |
|---|---|
/etc/wireguard |
WireGuard-Konfigurationen wie wg0.conf mit Interface-, Peer- und Schlüsseldaten.[cite:131][cite:129] |
/etc/NetworkManager/system-connections |
NetworkManager-Profile im Keyfile-Format, die WLAN-, VPN-, Ethernet- oder andere Verbindungsdaten enthalten können.[cite:118][cite:130] |
/etc/apt/sources.list |
Zentrale APT-Quellenliste des Systems.[cite:135][cite:138] |
/etc/apt/sources.list.d |
Zusätzliche Repository-Definitionen, darunter auch PPA-Einträge und weitere Drittquellen.[cite:135][cite:140] |
/etc/apt/trusted.gpg.d |
Klassische APT-Schlüsselablage für vertrauenswürdige Repository-Schlüssel.[cite:141][cite:144] |
/etc/apt/keyrings |
Moderne Ablage für Keyrings, die über signed-by= in Quellen eingebunden werden.[cite:141][cite:147] |
Hinweis: Unter neueren Ubuntu-Versionen wird die Schlüsselverwaltung zunehmend über Keyring-Dateien und signed-by= abgewickelt; apt-key gilt als veraltet.[cite:147][cite:141] Deshalb ist die Sicherung von /etc/apt/keyrings besonders wichtig.[cite:147]
Sicherheitsaspekte
Die Dateien in /etc/NetworkManager/system-connections müssen restriktive Rechte haben; zu offene Berechtigungen können dazu führen, dass NetworkManager sie ignoriert.[cite:120][cite:122] Auch WireGuard-Konfigurationen und einige APT-Schlüsseldateien enthalten sicherheitsrelevante Informationen und sollten nur mit Root-Rechten gelesen und gesichert werden.[cite:123][cite:141]
Deshalb gilt für dieses Skript:
- Es muss mit
sudooder alsrootausgeführt werden, da die Quelldateien Root-Rechte erfordern.[cite:123][cite:120] - Das Backup-Ziel sollte auf einem vertrauenswürdigen Datenträger liegen und gegen unbefugten Zugriff geschützt sein.[cite:123][cite:141]
- Ein Linux-Dateisystem wie ext4, XFS oder btrfs ist für
--link-destsinnvoll, weil Hardlinks benötigt werden.[cite:34][cite:91]
Beispielskript
#!/usr/bin/env bash
set -Eeuo pipefail
DEST_BASE="/run/media/hans/usbsicherung/system-config-backup"
HOST="$(hostname -s)"
STAMP="$(date +%F_%H-%M-%S)"
TARGET_DIR="${DEST_BASE}/${HOST}/${STAMP}"
LATEST_LINK="${DEST_BASE}/${HOST}/latest"
LOG_DIR="${DEST_BASE}/${HOST}/logs"
LOG_FILE="${LOG_DIR}/netzwerk-backup-${STAMP}.log"
KEEP=20
WG_SRC="/etc/wireguard"
NM_SRC="/etc/NetworkManager/system-connections"
APT_SOURCES_LIST="/etc/apt/sources.list"
APT_SOURCES_D="/etc/apt/sources.list.d"
APT_TRUSTED_D="/etc/apt/trusted.gpg.d"
APT_KEYRINGS="/etc/apt/keyrings"
log() {
local msg="[$(date +%F\ %T)] $*"
echo "${msg}"
mkdir -p "${LOG_DIR}"
echo "${msg}" >> "${LOG_FILE}"
}
fail() {
log "FEHLER: $*"
exit 1
}
if [[ ${EUID} -ne 0 ]]; then
fail "Dieses Skript muss mit sudo oder als root ausgeführt werden, da /etc/wireguard, NetworkManager-Profile und APT-Konfigurationen Root-Rechte benötigen."
fi
if [[ ! -d "${DEST_BASE}" ]]; then
fail "Zielbasis ${DEST_BASE} existiert nicht oder ist nicht gemountet."
fi
if [[ ! -w "${DEST_BASE}" ]]; then
fail "Zielbasis ${DEST_BASE} ist nicht beschreibbar."
fi
mkdir -p "${TARGET_DIR}" "${LOG_DIR}"
RSYNC_OPTS=(
-aHAX
--numeric-ids
--delete
--info=stats2,progress2
--human-readable
--partial
)
if [[ -L "${LATEST_LINK}" ]] && [[ -d "$(readlink -f "${LATEST_LINK}")" ]]; then
RSYNC_OPTS+=(--link-dest="$(readlink -f "${LATEST_LINK}")")
log "Verwende link-dest: $(readlink -f "${LATEST_LINK}")"
else
log "Kein vorheriger Snapshot gefunden – es wird ein vollständiger Lauf erstellt."
fi
backup_tree() {
local src="$1"
local name="$2"
if [[ -d "${src}" ]]; then
log "Sichere Verzeichnis ${src} -> ${TARGET_DIR}/${name}/"
rsync "${RSYNC_OPTS[@]}" "${src}/" "${TARGET_DIR}/${name}/" | tee -a "${LOG_FILE}"
else
log "Quelle (Verzeichnis) ${src} existiert nicht – wird übersprungen."
fi
}
backup_file() {
local src="$1"
local name="$2"
if [[ -f "${src}" ]]; then
log "Sichere Datei ${src} -> ${TARGET_DIR}/${name}"
mkdir -p "$(dirname "${TARGET_DIR}/${name}")"
rsync "${RSYNC_OPTS[@]}" "${src}" "${TARGET_DIR}/${name}" | tee -a "${LOG_FILE}"
else
log "Quelle (Datei) ${src} existiert nicht – wird übersprungen."
fi
}
backup_tree "${WG_SRC}" "wireguard"
backup_tree "${NM_SRC}" "networkmanager-system-connections"
backup_file "${APT_SOURCES_LIST}" "apt/sources.list"
backup_tree "${APT_SOURCES_D}" "apt/sources.list.d"
backup_tree "${APT_TRUSTED_D}" "apt/trusted.gpg.d"
backup_tree "${APT_KEYRINGS}" "apt/keyrings"
ln -sfn "${TARGET_DIR}" "${LATEST_LINK}"
log "latest-Link zeigt jetzt auf ${TARGET_DIR}"
cd "${DEST_BASE}/${HOST}"
SNAPS=(20*/)
if (( ${#SNAPS[@]} > KEEP )); then
log "Rotationslauf: ${#SNAPS[@]} Snapshots vorhanden, KEEP=${KEEP}."
ls -1dt 20*/ | tail -n +$((KEEP + 1)) | while read -r old; do
log "Lösche alten Snapshot: ${old}"
rm -rf -- "${old}"
done
else
log "Keine Rotation nötig. Snapshots vorhanden: ${#SNAPS[@]}"
fi
log "Netzwerk-, WireGuard- und APT-Konfigurationsbackup abgeschlossen."
Verwendung
Zuerst die Syntax prüfen:
bash -n netzwerk-sicherung.sh
Dann das Skript mit Root-Rechten ausführen:
sudo bash netzwerk-sicherung.sh
Da die Quellen sensible Systemdaten enthalten, ist ein Aufruf ohne sudo nicht ausreichend.[cite:123][cite:141]
Zielstruktur
Pro Lauf wird ein neuer Snapshot angelegt.[cite:34][cite:92]
/run/media/hans/usbsicherung/system-config-backup/
└── <hostname>/
├── 2026-04-29_08-20-00/
│ ├── wireguard/
│ ├── networkmanager-system-connections/
│ └── apt/
│ ├── sources.list
│ ├── sources.list.d/
│ ├── trusted.gpg.d/
│ └── keyrings/
├── latest -> /run/media/hans/usbsicherung/system-config-backup/<hostname>/2026-04-29_08-20-00
└── logs/
Wiederherstellung
Für einen Test-Restore sollte nie direkt produktiv nach /etc zurückgeschrieben werden, sondern zunächst in ein Testverzeichnis.[cite:105][cite:107] Ein Beispiel für WireGuard:
mkdir -p /tmp/restore-system-config
SNAP="/run/media/hans/usbsicherung/system-config-backup/$(hostname -s)/2026-04-29_08-20-00"
rsync -aHAX "${SNAP}/wireguard/" /tmp/restore-system-config/wireguard/
Für NetworkManager:
rsync -aHAX "${SNAP}/networkmanager-system-connections/" /tmp/restore-system-config/networkmanager-system-connections/
Für APT-Quellen und Schlüssel:
rsync -aHAX "${SNAP}/apt/" /tmp/restore-system-config/apt/
Danach sollten Dateirechte, Inhalte und Konfigurationsvollständigkeit geprüft werden.[cite:105][cite:110] Beim produktiven Restore nach /etc/NetworkManager/system-connections müssen restriktive Rechte wie 600 erhalten bleiben, da NetworkManager Dateien mit zu offenen Rechten ignorieren kann.[cite:120][cite:122]
Produktiver Restore von APT
Wenn APT-Dateien produktiv zurückgespielt werden, sollten sources.list, sources.list.d, trusted.gpg.d und keyrings bewusst und vollständig restauriert werden.[cite:135][cite:141] Danach ist ein apt update sinnvoll, um zu prüfen, ob alle Quellen erreichbar sind und die Signaturen korrekt verifiziert werden.[cite:144][cite:147]
Beispiel:
sudo rsync -aHAX /tmp/restore-system-config/apt/sources.list /etc/apt/sources.list
sudo rsync -aHAX /tmp/restore-system-config/apt/sources.list.d/ /etc/apt/sources.list.d/
sudo rsync -aHAX /tmp/restore-system-config/apt/trusted.gpg.d/ /etc/apt/trusted.gpg.d/
sudo rsync -aHAX /tmp/restore-system-config/apt/keyrings/ /etc/apt/keyrings/
sudo apt update
Nach einem Restore
Wenn NetworkManager-Profile produktiv zurückkopiert wurden, kann ein erneutes Laden oder ein Neustart des Dienstes nötig sein.[cite:120][cite:122]
Beispiel:
sudo chmod 600 /etc/NetworkManager/system-connections/*
sudo systemctl restart NetworkManager
Mögliche Erweiterungen
Sinnvoll wären zusätzlich ein --dry-run-Schalter, optionales Backup weiterer Dateien wie /etc/NetworkManager/NetworkManager.conf, /etc/apt/preferences.d oder /etc/resolv.conf, sowie eine Automatisierung per systemd-Timer.[cite:124][cite:125]