# README – Sicherung von WireGuard- und NetworkManager-Konfiguration Dieses Skript sichert die Konfigurationen aus `/etc/wireguard` und `/etc/NetworkManager/system-connections` in zeitgestempelten Snapshots mit `rsync` und `--link-dest`.[cite:118][cite:131] Dadurch entsteht eine nachvollziehbare Historie, während unveränderte Dateien zwischen den Snapshots per Hardlink wiederverwendet werden.[cite:34][cite:92] ## Zweck Das Skript ist für die Sicherung sensibler Netzwerk-Konfigurationen gedacht, insbesondere von WireGuard-Tunneln und persistenten NetworkManager-Profilen.[cite:131][cite:130] Diese Dateien können geheime Schlüssel, WLAN-Passwörter oder 802.1X-Zugangsdaten enthalten und sollten daher nur mit Root-Rechten gelesen und in einem geschützten Ziel gespeichert werden.[cite:120][cite:123] ## Gesicherte Quellen | Quelle | Inhalt | |---|---| | `/etc/wireguard` | WireGuard-Konfigurationen wie `wg0.conf` mit Interface-, Peer- und Schlüsseldaten.[cite:131][cite:129] | | `/etc/NetworkManager/system-connections` | NetworkManager-Profile im Keyfile-Format, die je nach System WLAN-, VPN-, Ethernet- oder andere Verbindungsdaten enthalten können.[cite:118][cite:130] | Hinweis: Unter Ubuntu 24.04 und neuer speichert NetworkManager eigene permanente Profile nicht mehr zwingend selbst in `/etc/NetworkManager/system-connections`, liest dort aber weiterhin administrativ angelegte Dateien ein.[cite:127] Für viele manuell verwaltete oder ältere Profile bleibt dieses Verzeichnis dennoch relevant.[cite:127][cite:124] ## Sicherheitsaspekte Die Dateien in `/etc/NetworkManager/system-connections` müssen restriktive Rechte haben; zu offene Berechtigungen können dazu führen, dass NetworkManager sie ignoriert.[cite:120][cite:122] Auch WireGuard-Konfigurationen enthalten geheime Schlüssel und sollten nur für Root lesbar sein.[cite:123][cite:131] Deshalb gilt für dieses Skript: - Es muss mit `sudo` oder als `root` ausgeführt werden, da die Quelldateien Root-Rechte erfordern.[cite:123][cite:120] - Das Backup-Ziel sollte auf einem vertrauenswürdigen Datenträger liegen und gegen unbefugten Zugriff geschützt sein.[cite:123][cite:120] - Ein Linux-Dateisystem wie ext4, XFS oder btrfs ist für `--link-dest` sinnvoll, weil Hardlinks benötigt werden.[cite:34][cite:91] ## Beispielskript ```bash #!/usr/bin/env bash set -Eeuo pipefail DEST_BASE="/run/media/hans/usbsicherung/system-config-backup" HOST="$(hostname -s)" STAMP="$(date +%F_%H-%M-%S)" TARGET_DIR="${DEST_BASE}/${HOST}/${STAMP}" LATEST_LINK="${DEST_BASE}/${HOST}/latest" LOG_DIR="${DEST_BASE}/${HOST}/logs" LOG_FILE="${LOG_DIR}/netzwerk-backup-${STAMP}.log" KEEP=20 WG_SRC="/etc/wireguard" NM_SRC="/etc/NetworkManager/system-connections" log() { local msg="[$(date +%F\ %T)] $*" echo "${msg}" mkdir -p "${LOG_DIR}" echo "${msg}" >> "${LOG_FILE}" } fail() { log "FEHLER: $*" exit 1 } if [[ ${EUID} -ne 0 ]]; then fail "Dieses Skript muss mit sudo oder als root ausgeführt werden, da /etc/wireguard und /etc/NetworkManager/system-connections Root-Rechte benötigen." fi if [[ ! -d "${DEST_BASE}" ]]; then fail "Zielbasis ${DEST_BASE} existiert nicht oder ist nicht gemountet." fi if [[ ! -w "${DEST_BASE}" ]]; then fail "Zielbasis ${DEST_BASE} ist nicht beschreibbar." fi mkdir -p "${TARGET_DIR}" "${LOG_DIR}" RSYNC_OPTS=( -aHAX --numeric-ids --delete --info=stats2,progress2 --human-readable --partial ) if [[ -L "${LATEST_LINK}" ]] && [[ -d "$(readlink -f "${LATEST_LINK}")" ]]; then RSYNC_OPTS+=(--link-dest="$(readlink -f "${LATEST_LINK}")") log "Verwende link-dest: $(readlink -f "${LATEST_LINK}")" else log "Kein vorheriger Snapshot gefunden – es wird ein vollständiger Lauf erstellt." fi backup_tree() { local src="$1" local name="$2" if [[ -d "${src}" ]]; then log "Sichere ${src} -> ${TARGET_DIR}/${name}/" rsync "${RSYNC_OPTS[@]}" "${src}/" "${TARGET_DIR}/${name}/" | tee -a "${LOG_FILE}" else log "Quelle ${src} existiert nicht – wird übersprungen." fi } backup_tree "${WG_SRC}" "wireguard" backup_tree "${NM_SRC}" "networkmanager-system-connections" ln -sfn "${TARGET_DIR}" "${LATEST_LINK}" log "latest-Link zeigt jetzt auf ${TARGET_DIR}" cd "${DEST_BASE}/${HOST}" SNAPS=(20*/) if (( ${#SNAPS[@]} > KEEP )); then log "Rotationslauf: ${#SNAPS[@]} Snapshots vorhanden, KEEP=${KEEP}." ls -1dt 20*/ | tail -n +$((KEEP + 1)) | while read -r old; do log "Lösche alten Snapshot: ${old}" rm -rf -- "${old}" done else log "Keine Rotation nötig. Snapshots vorhanden: ${#SNAPS[@]}" fi log "Netzwerk-Konfigurationsbackup abgeschlossen." ``` ## Verwendung Zuerst die Syntax prüfen: ```bash bash -n netzwerk-sicherung.sh ``` Dann das Skript mit Root-Rechten ausführen: ```bash sudo bash netzwerk-sicherung.sh ``` Da die Quellen sensible Daten enthalten, ist ein Aufruf ohne `sudo` nicht ausreichend.[cite:123][cite:120] ## Zielstruktur Pro Lauf wird ein neuer Snapshot angelegt.[cite:34][cite:92] ```text /run/media/hans/usbsicherung/system-config-backup/ └── / ├── 2026-04-28_11-15-00/ │ ├── wireguard/ │ └── networkmanager-system-connections/ ├── latest -> /run/media/hans/usbsicherung/system-config-backup//2026-04-28_11-15-00 └── logs/ ``` ## Wiederherstellung Für einen Test-Restore sollte nie direkt produktiv nach `/etc` zurückgeschrieben werden, sondern zunächst in ein Testverzeichnis.[cite:105][cite:107] Ein Beispiel für WireGuard: ```bash mkdir -p /tmp/restore-netz SNAP="/run/media/hans/usbsicherung/system-config-backup/$(hostname -s)/2026-04-28_11-15-00" rsync -aHAX "${SNAP}/wireguard/" /tmp/restore-netz/wireguard/ ``` Für NetworkManager entsprechend: ```bash rsync -aHAX "${SNAP}/networkmanager-system-connections/" /tmp/restore-netz/networkmanager-system-connections/ ``` Danach sollten Dateirechte, Inhalte und Konfigurationsvollständigkeit geprüft werden.[cite:105][cite:110] Beim produktiven Restore nach `/etc/NetworkManager/system-connections` müssen restriktive Rechte wie `600` erhalten bleiben, da NetworkManager Dateien mit zu offenen Rechten ignorieren kann.[cite:120][cite:122] ## Nach einem Restore Wenn NetworkManager-Profile produktiv zurückkopiert wurden, kann ein erneutes Laden oder ein Neustart des Dienstes nötig sein.[cite:120][cite:122] Beispiel: ```bash sudo chmod 600 /etc/NetworkManager/system-connections/* sudo systemctl restart NetworkManager ``` ## Mögliche Erweiterungen Sinnvoll wären zusätzlich ein `--dry-run`-Schalter, optionales Backup weiterer Netzdateien wie `/etc/NetworkManager/NetworkManager.conf` oder `/etc/resolv.conf`, sowie eine Automatisierung per `systemd`-Timer.[cite:124][cite:125]